Deutsche Allgemeine Zeitung

Daniel Giebelhausen: „In Deutschland muss man Deutsch sprechen“
Zentralasien
  Othmara Glas   
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Sprachtester Daniel Giebelhausen freut sich über die persönliche Erfahrung vor Ort. | Foto Othmara GlasDaniel Giebelhausen war als Sprachtester für Spätaussiedler in Kasachstan und Kirgisistan unterwegs. Eine nicht immer ganz einfache Aufgabe. Im Gespräch mit der DAZ berichtet er über seine Arbeit und Eindrücke.

 

 
Deutsch als Elitensprache?
Chancen
      
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Mario Schönfeld und Kuljasch Schamschidinowa nach der Unterzeichnung. | Bild: Deutsche Botschaft AstanaEs gibt Aufwind für die deutsche Sprache in Kasachstan. Die Unterzeichnung eines Memorandums der Zusammenarbeit zwischen der Zentralverwaltung der Nazarbayev Intellectual Schools und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen läutet eine neue Ära für den Deutschunterricht ein.

 

 
Heranwachsen solidarischer Gesellschaften
Kasachstan
  Das Interview führte Julia Boxler.   
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Peer Teschendorf bei seiner Abschiedsfeier, im Kreise seiner Kolleginnen und Kollegen der Friedrich-Ebert-Stiftung. | Foto: Julia Boxler
Peer Teschendorf verbrachte über vier Jahre in Kasachstan, als Regionalleiter für Zentralasien der Friedrich Ebert Stiftung. Der Auftrag der Friedrich Ebert Stiftung in Almaty ist es, der sozialen, politischen Entwicklung Kasachstans zu helfen. Die FES ist aber auch außerhalb der Grenzen Kasachstans in Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan aktiv. Sein Faible für den Osten erklärt er sich durch das Aufwachsen in der DDR und die verlängerte Biografie der Elter, samt familiären Transformationsproblematiken. Warum die Arbeit in Zentralasien besonders spannend und der Abschied vom dynamischen Kasachstan sehr emotional für ihn sind, erzählte er in einem Bilanzgespräch.

 

 
„Theater – das sind Menschen!“
Kultur
  Das Interview führte Alissa Tschikmakowa   
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Foto: DTK
Schauspielerin des Deutschen Theaters Kasachstan, die Kasachstandeutsche Xenia Mukstadt erzählt über ihre Erfahrungen im Schauspiel, das Theaterleben und auch über das Stück „Contact@net“, in der sie die Hauptrolle als Leila hat.

 

 
FRAG DEINE OMA „Ein richtiger Chudschander”
Chancen
  Aigerim Batyrkowa (22) Kirgisistan (Dschalalabat), Islombek Machmudow (21), Kirgisistan (Osch)   
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Bachowaddin Chakimschonow | Foto: privatDas Friedensstiftende Projekt der Robert-Bosch-Stiftung ermuntert junge Menschen aus dem Ferghanatal dazu, die Generationen ihrer Eltern und Großeltern als Zeitzeugen blutiger Konflikte in der Region zu befragen. Diesmal der Einblick in die Familiengeschichte des Schülers Bachowaddin Chakimschonow (Foto).

 

 
Geblockte Blogs
Kasachstan
  Othmara Glas   
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Für ein Studienprojekt sollte ich eine Webseite erstellen. Ein Blog, nichts Kompliziertes. Also entschieden wir uns für das Blog-Portal Wordpress. Die Webseite mit der Endung wordpress.com war schnell erstellt, doch dann sollte es an die Gestaltung gehen. Da begannen die Probleme: Die Werkzeuge (der sogenannte Customizer) luden einfach nicht, eine Ansicht des Blogs war nicht möglich. Hatte ich irgendetwas falsch gemacht? Eine erste Google-Suche ergab: nichts. An der Internetverbindung konnte es schließlich nicht liegen, funktionierte alles andere doch einwandfrei. Irgendwann dämmerte es mir, dass es etwas mit meinem momentanen Aufenthaltsort zu tun haben könnte. Bisher waren mir keine Einschränkungen in Kasachstan aufgefallen. Social Media, wie Facebook, Twitter oder WhatsApp, funktionieren ohne Probleme, ebenso das Aufrufen der für mich relevanten Nachrichtenseiten. Und dass man bestimmte Videos auf Youtube nicht sehen kann, kennt man ja auch aus Deutschland. Tatsächlich aber kann man Seiten, wie Blogs, soziale Medien oder bestimmte Nachrichtenseiten, in Kasachstan zeitweise einfach nicht aufrufen. Wann und aus welchen Gründen der Zugriff verweigert wird, kann man kaum sagen. Denn fast so, als hätte jemand geahnt, dass dieser Beitrag erscheinen soll, kann man seit dieser Woche wieder auf die Wordpress-Blogs zugreifen. Bleibt nur die Frage: Wie lange?

Othmara Glas ist seit Ende Mai in Almaty und wird für die kommenden zwei Monate bei der DAZ als Journalistin arbeiten.

 
Eröffnung der CAWa-Sommerschule
Kasachstan
      
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Die Generalkonsulin Dr. Renate Schimkoreit eröffnete am 06.06.2016 die vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ mit Sitz in Potsdam organisierte CAWa – Sommerschule an der Deutsch-Kasachischen Universität. Als Mitorganisatoren waren bei der Eröffnung die Deutsch-Kasachische Universität und die Universität Würzburg vertreten. Die Abkürzung CAWa steht für das regionale Forschungsnetzwerk „Wasser in Zentralasien“. Die Sommerschule richtete sich an Studenten (Bachelor, Master), Doktoranden und junge Nachwuchswissenschaftler, die aus allen zentralasiatischen Staaten einschließlich Afghanistan kommen. Neben der reinen Wissensvermittlung waren das Knüpfen von Kontakten, das gemeinsame, länderübergreifende Lernen und der Aufbau einer regionalen Identität wichtige Ziele der zweiwöchigen Veranstaltung. (GK)

 

 
Nie wieder!
DAZ-JUBILÄUM
      
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Heute sind es genau 25 Jahre her, seit das faschistische Deutschland, das Deutschland der Hitlerdiktatur, die Sowjetunion überfiel. Der Faschismus war letzten Endes auch der Feind des deutschen Volkes selbst, schändete durch seine Brutalitäten und Verbrechen den deutschen Namen, schädigte das Ansehen der Deutschen, in welchem Lande sie auch leben mochten. Trotz dieser Erkenntnis sieht die Menschheit sich heute, 25 Jahre nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges, wieder der Gefahr eines neuen, noch furchtbareren Gemetzels, der Gefahr eines Atomkrieges gegenüber. Was damals war, darf sich nie mehr wiederholen. Nie wieder!
FREUNDSCHAFT Nr. 122 / 22.6.1966
 
Friedensförderung durch Generationsprojekt
Jugend
  Florian Coppenrath, Simone Helmschrott (Bosch-Lektoren in Osch und Fergana)   
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Teilnehmer und Organisatoren des Projekts “Frag deine Oma!”. U.R. v.l.: Kudaiberdy Abdimaschidow, Alexander Barth, Florian Coppenrath, Schasgul Schorojewa, Nursat Tschintemirowa, Nilufarchon Nasimowa, Farangis Karimowa, Nurdamir Kubatow, Sarina Sokolowa, Ramilja Tursunowa, Faridundschon Chusainow, Aurélie Marchiori, Islombek Machmudow. O.R. v.l.: Asel Schekerowa, Timur Sawlatbekow, Nargisa Schakirali Kysy, Nurschamal Tokombajewa, Nargisa Taschijewa, Inna Bagirowa, Aigerim Batyrbekowa, Elvira Bakyt Kysy, Simone Helmschrott, Schiidegul Alimbek Kysy, Adrian Ptak, Bachowaddin Chakimschonow,  Dr. Markus Kaiser, Julia Boxler. | Quelle: Robert Bosch Stiftung
Ein Projekt im Rahmen des Lektorenprogramms der Robert-Bosch-Stiftung bemüht sich um die Wahrung des Friedens im Ferghanatal. Dabei begeben sich Schüler und Studenten aus der Region mit erlernten journalistischen Techniken in die eigenen Familiengeschichten.

 

 
Frag deine Oma!
Chancen
      
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Bild: Julia Boxler
Frag deine Oma!Das Friedensstiftende Projekt der Robert-Bosch-Stiftung ermuntert junge Menschen aus dem Ferghanatal dazu, ihre Eltern und Großelterngeneratione als Zeitzeugen blutiger Konflikte in der Region zu befragen. Das soll vor allem Gemeinsamkeiten aufdecken und Entspannung interethnischer Konflikte fördern. Ein journalistischer Workshop konfrontierte Schüler und Studenten mit ersten Fragen zu Familienbiographien, Erinnerungskultur und Heimatverständnis. Die Teilnehmer wurden herausgefordert Klischees zu hinterfragen, Zusammenhänge zu verstehen und gezielt zu untersuchen, wie ihre Familiengeschichte sich auf ihr persönliches Selbstbild auswirkt. Die ersten Mini-Porträts einiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die in Übungen während des journalistischen Workshops unter Anleitung von Julia Boxler (ifa-Redakteurin, DAZ) entstanden, können Sie in einer Reihe der kommenden DAZ-Ausgaben lesen. Diesmal der Einblick in die Familiengeschichte der Studentin Aigerim Batyrbekowa. (JB)

Heimweh

 
Heimweh
Chancen
  Timur Sawlatbekow (20), Kirgisistan (Osch), Kudaiberdy Abdymaschidow (20), Kirgisistan (Dschalalabad   
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Aigerim Batyrbekowa erzählt die Geschichte ihrer Großmutter.1946. Ein schönes Mädchen, Malika, ist mit ihrem Vater aus der Usbekischen SSR) in die Kirgisische SSR gekommen, um auf einem Basar zu handeln. „Sie war
20 Jahre alt, als sie geraubt wurde, um einen kirgisischen Soldaten zu heiraten.“ Dieser war gerade von der Front zurückgekommen. Aigerim Batyrbekowa erzählt die Geschichte ihrer Großmutter. Sie spricht ganz ruhig darüber, als wäre es eine ganz normale Familiengeschichte.
In Kirgisistan gibt es auch heute noch Brautraub. Brautraub wird von Teilen der Bevölkerung akzeptiert, meistens auf dem Land. Doch offiziell ist dies durch die Regierung untersagt. „Ich bin dagegen“, kommentiert die 22-Jährige Aigerim. Sie ist Studentin an der philologischen Fakultät der Staatlichen Universität Dschalalabad im Nachbarland Kirgisistan und spricht fließend Russisch, Deutsch und Englisch.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sind die ehemaligen Teilrepubliken unabhängig geworden. Doch in der engen Region des Ferghanatals, mit gedrungenen Grenzen haben sich die Beziehungen deutlich verschlechtert. Die Grenze ist meistens zu und die Passkontrolle unglaublich streng. „Es wäre sehr gut, wenn es Erleichterungen an der Grenze gäbe“, schlägt Aigerim vor, wenn man sie fragt, was der Region helfen könnte. So könnten auch Aigerim und ihre Großmutter öfter in ihre Heimatstadt Andischon fahren, Verwandte besuchen und die Zeit in ihrer ursprünglichen Heimat genießen.

Frag deine Oma!

 
Doppelabsolventen finden sehr schnell eine Arbeit
Chancen
  Elke Kögler   
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Olga Moskowtschenko (li.) bei der Präsentation des Studienprogramms. | Bild: Julia Boxler
Olga Moskowtschenko, Rektorin der Deutsch-Kasachischen-Universität (DKU) in Almaty, hat bei einem Arbeitstreffen an der Universität über „Karrierewege von DKU-Studenten, die in Deutschland studiert haben“ berichtet. Im Fokus ihrer Präsentation standen die Absolventen, die zugleich einen deutschen und einen kasachischen Abschluss erwerben.

 

 
Volontärin in Ust-Kamenogorsk-Reise
Chancen
      
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Antonia BergerMein Name ist Antonia Berger, ich bin 18 Jahre alt und ich werde ab Herbst 2016 einen weltwärts-Dienst (Freiwilliges soziales Jahr im Ausland) in Kasachstan absolvieren. Meine Entsendeorganisation für das Jahr sind die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. Sie vermitteln weltweit zahlreiche Freiwillige an Initiativen, die auf Grundlage der Waldorfpädagogik arbeiten. Ihr Leitmotiv ist dabei jungen Menschen interkulturelle Erfahrungen zu ermöglichen.

 

 
Landsmannschaft Schlesien tagt mit Bundesvorstand und Delegiertenversammlung
Deutschland
      
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V.l.: Bürgermeister der Stadt Fulda Dag Wehner, Präsident der Bundesdelegiertenversammlung Dr. Gotthard Schneider, Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf, Bundesvorsitzender Stephan Rauhut, Bundesschriftführerin Monika Schultze, Stellv. Landesvorsitzender Hessen Klaus Paetz, Bundesgeschäftsführer Damian Spielvogel. | Foto: LBHS
Landesbeauftragte begrüßt Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft Schlesien Stephan Rauhut und Delegierte beim Bürgermeister-Empfang im Stadtschloss Fulda.

 

 
Meine Geschichte: Wir wurden von Tieffliegern beschossen
Russlanddeutsche
  Maria Gliem   
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Maria Gliem aus Frauenwaldau, dem heutigen Bukowice, hat einen Teil ihrer Kindheit als Vertriebene verbracht. Ihre Flucht führte sie nach Hessen, wo vor 70 Jahren die ersten Heimatvertriebenen ankamen. In ihrer heutigen Heimat trägt Gliem dazu bei, dass ihre Erinnerungen an die Zeit in Polen und die Flucht nicht in Vergessenheit geraten. Aus diesem Grund hat sie ihre Geschichte aufgeschrieben. Die DAZ veröffentlicht mit ihrer Erlaubnis Auszüge aus der Niederschrift.

 

 
Von rosa Bergen und Zebrastreifen
Kasachstan
  Othmara Glas   
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Bild: Autorin
Mein erster Eindruck von Almaty: Es ist unglaublich schön, heiß und laut. Wer in den frühen Morgenstunden mit dem Flugzeug in Almaty ankommt, dem bietet sich mit den pittoresken Gebirgszügen des Tienschan, die im Licht der aufgehenden Sonne rosa-rot leuchten, ein beeindruckender Anblick. Mit der Ruhe, die man dabei empfindet, ist es jedoch spätestens vorbei, wenn man die Flughafenhalle betritt, in der die Taxifahrer darum wetteifern, wer wohl den nächsten Fahrgast abgreift. An die Fahrweise bin ich dank diverser Aufenthalte in Russland (zum Glück) schon gewohnt.
Aus dem frühlingshaften Estland kommend, sind die größten Herausforderungen neben dem Zeitunterschied von drei Stunden, die Hitze und die gefühlt früh einsetzende Dunkelheit am Abend.
Positiv beeindruckt hat mich bisher die Freundlichkeit der Menschen, die Modernität der Stadt und, dass Autofahrer tatsächlich für einen am Zebrastreifen anhalten. Gewöhnungsbedürftig ist noch die Art, sich eine Mitfahrgelegenheit zu organisieren, indem man sich einfach an den Straßenrand stellt und wartet bis jemand anhält – was meist nur eine Frage von Sekunden ist.

Othmara Glas ist seit Ende Mai in Almaty und wird für die kommenden zwei Monate bei der DAZ als Journalistin arbeiten.

 
Ramadan in der BRD
Deutschland
      
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Am 6. Juni hat der Fastenmonat Ramadan begonnen. Muslimische Bürgerinnen und Bürger, üben sich in den 30 Tagen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang in Enthaltsamkeit von Essen, Trinken und anderen Genüssen. Mit den zahlreichen, teilweise täglichen Iftar-Einladungen bieten Moscheegemeinden und Einzelpersonen viele Gelegenheiten des Kennenlernens und des Austauschs, auch mit Nichtmuslimen, die oft gastfreundlich eingeladen werden. Für Nichtmuslime ist der Ramadan somit eine Gelegenheit, die Glaubenspraxis der Muslime lebendig kennenzulernen. Jedes Jahr teilen Sie Ihre Speisen auch mit bedürftigen Menschen im Geist von Barmherzigkeit, Hilfsbereitschaft und Gastfreundlichkeit. Wie schon im vergangenen Jahr sind viele von denjenigen, die abends den offenen Einladungen zum Fastenbrechen in die Moscheegemeinden folgen, Flüchtlinge. Für sie sind die Moscheegemeinden oft ein wichtiger Anlaufpunkt in vielen Fragen. Sie geben diesen Menschen damit ein Stück Geborgenheit. (Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern)
 
Zum Schulschluß
DAZ-JUBILÄUM
      
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Die Dorfeinwohner in Bogodarowka, Gebiet Pawlodar, freuten sich lange auf das erste Konzert in deutscher Sprache. Der größte Teil sind Sowjetdeutsche, von denen manche Russisch nur schwach beherrschen. Valentina Frank, eine junge Lehrerin und älteste Pionierleiterin, repetierte mit den Schülern Tanz und Gesang, wobei sie selbst auf dem Akkordeon spielte. Der geräumige Saal des Dorfklubs war überfüllt: Dorfjugend, Hausfrauen und Rentner kamen zur Vorführung. Allen gefielen die Gedichte und Lieder, welche die Schüler vortrugen. Großen Beifall ernteten auch die Tänzer.
FREUNDSCHAFT Nr. 114 / 11.6.1966 (P. SACKEN)

 

 
Zwischen Worpswede und KarLAG – Gedenken vs. Kunst
Kultur
  Robin Roth, Sprachlernassistent (Goethe-Institut) in Karaganda   
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Eine Besucherin der Wanderausstellung „Paula Modersohn-Becker und die Worpsweder. Zeichnungen und Druckgrafik 1895-1906“ | Bild: Autor
Zur Eröffnung der Wanderausstellung „Paula Modersohn-Becker und die Worpsweder. Zeichnungen und Druckgrafik 1895-1906“ sowie zu einem Runden Tisch zum Thema „Freund oder Feind? Stalinistische Repressionen und das Lagersystem“ hatten am 31. Mai das Goethe-Institut, das Institut für Auslandsbeziehungen, die Deutsche Botschaft sowie die Friedrich-Ebert-Stiftung nach Karaganda ins Gebietsmuseum für Kunst eingeladen. Während die Ausstellung nach Aschgabad und Almaty (DAZ berichtete) nun in der dritten zentralasiatischen Stadt zu sehen ist, fand der von der Friedrich-Ebert-Stiftung organisierte Runde Tisch anlässlich des am 31. Mai begangenen Gedenktags für die Opfer der Massendeportation statt.

 

 
Deutsche Wirtschaft exportiert Fußball
Wirtschaft
  Jörg Hetsch   
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Ein sportliches Sommerfest der VDW. | Bild: Ozhmara Glas
Sport, Spiel und Spaß – beim Sommerfest des VDW kam keine Langeweile auf. Höhepunkt war auch in diesem Jahr das Fußballturnier. 13 Mannschaften spielten um den begehrten Pokal. Doch gewinnen konnte am Ende nur eine.

 

 
Ethno-Musikfestival begeistert Almaty
Kultur
      
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Das Festival ist in Almaty sehr beliebt und erfreut sich hoher Besucherzahlen. | Bild: Othmara Glas
Estnische Schlangenbeschwörer, jakutische Schamanen und kasachische Dombristen heizten den Besuchern des Spirit of Tengri-Festivals am Wochenende ganz schön ein. In diesem Jahr stand jedoch nicht nur die Musik im Mittelpunkt des Ethno-Festivals, sondern auch die Geschichte. Zum einen begeht Almaty seinen 1000-jährigen Geburtstag, zum anderen feiert Kasachstan 25 Jahre Unabhängigkeit. Almatys Bürgermeister Bauyrschan Baibek dankte den Organisatoren – der Alasch Media Group und der Tengri Media Group – für das „einzigartige Projekt, das die perfekte Gelegenheit bietet, um die Weltstars der modernen ethnischen Musikszene zu erleben.“
Das Festival, seit 2013 jährlich stattfindet, ist mittlerweile auch über die Grenzen Kasachstans hinaus bekannt. Insgesamt traten 13 Gruppen aus China, Estland, Kasachstan, Ungarn, den USA, der Türkei und Russland (Baschkirien, Tuwa, Jakutien) auf. (OG)
 
Weltumweltschutztag
Zentralasien
  Alissa Tschikmakowa   
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Am 5. Juni wird der weltweite Tag des Umweltschutzes gefeiert. An diesem Datum, öffnete sich vor 30 Jahren die Konferenz der UNO für die Probleme der Umwelt (Stockholm, 1972). Seitdem wird dieser von der Generalversammlung der UNO ausgerufene Tag jährlich von der ganzen Welt gefeiert. Dieser Tag ist einer der vielen Gründe, um die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf die Probleme der Umwelt zu lenken. Jedes Land bemüht sich, die Probleme um Entwaldung, Luftverschmutzung oder das Aussterben von Tierarten zu bekämpfen. Und alle stellen immer wieder fest, dass es nicht so einfach ist. Das Niveau der Entwicklung verschiedener Organisationen im Bereich der Umwelt hängt in vieler Hinsicht von der staatlichen Förderung ab. Nicht zuletzt spielen aber auch die Bürger und ihr Wunsch, ihre Umgebung umweltfreundlicher, „reiner“ und „grüner“ zu machen, eine ausschlaggebende Rolle. Wichtige Qualitäten wie Gemeinschaft, die Herausbildung eines Problembewusstseins und das Vorhandensein eines gemeinsamen Ziels können Wunder wirken!

 

 
Neue jun­ge „Hel­den“
Chancen
      
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Der deutsche Bundesinnenminister diskutiert mit Projektteilnehmern über den Ehrbegriff in Migrantencommunities – und darüber, wie alte Rollenbilder überwunden werden können. | Quelle: BMI
Wie läuft Integration in der Praxis? Welche Hürden gilt es zu überwinden und wie lassen sich Traditionen und Wertvorstellungen von Zugewanderten mit dem alltäglichen Leben in Deutschland vereinbaren?

 

 
Plan der Sommersaaten erfüllt
DAZ-JUBILÄUM
      
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Die Landwirte der Kolchosen und Sowchosen Kasachstans haben einen neuen Erfolg im Kampf für hohe Hektarerträge des ersten Jahres des Planjahrfünfts erzielt. Sie haben den Plan der Sommersaaten zu 100,1 Prozent erfüllt. Mit einer solch wichtigen Nahrungsmittelkultur wie Weizen sind 16 Millionen 723.500 Hektar bestellt – 109 Prozent zum Plan. Auch die Reisanbauer haben den Plan bedeutend überboten. Die Reisplantagen in den Gebieten Ksyl-Orda, Alma-Ata und Tschimkent nehmen eine Fläche von 47.000 Hektar ein. Nun geht die Maissaat dem Ende zu. Die Kolchosen und Sowchosen haben mehr als 2,2 Millionen Hektar für diese Kultur vorgesehen.
FREUNDSCHAFT Nr. 110 / 5.6.1966

 

 
Gelbe Terrorwarnstufe in Kasachstan
Kasachstan
      
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Das staatliche Sicherheitskomitee Kasachstans hat am Sonntag die Terrorwarnstufe für das Land erhöht. Unbekannte hatten am vergangenen Sonntag einen bewaffneten Angriff auf ein Waffengeschäft und eine Militäreinheit in Aktöbe verübt. Dabei kamen sechs Menschen ums Leben, mehr als zehn wurden verletzt. Die Attacken wurden als terroristischer Akt eingestuft. Beim darauffolgenden Polizeieinsatz wurden laut Innenministerium elf Terroristen getötet, nach sieben weiteren wird gefahndet.
Die Warnstufe soll zunächst für 40 Tage gelten. Sie ermöglicht eine erweiterte Überwachung der Bevölkerung durch staatliche Behörden, um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen. „Gelb“ ist dabei noch moderat, danach folgen orange und die höchste Warnstufe rot. Auch die Bevölkerung ist zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen worden.
In Frankreich geht man seit den Terroranschlägen im November 2015 ebenfalls von einer erhöhten Terrorgefahr aus. Das Land wird sich noch bis zum Ende der Fußball-EM im Juli im Ausnahmezustand befinden. Das bedeutet nicht nur weiterhin Soldaten mit Maschinenpistolen im Pariser Stadtbild, sondern auch Hausarrest für verdächtige Personen und Wohnungsdurchsuchungen ohne richterliche Anordnung. (OG)
 
Muslimisches Land, deutsche Investoren, offene Türen
Wirtschaft
  Philipp Schwab   
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Teilnehmer des Wirtschaftskongresses in Almaty. | Foto: Autor
Nicht überall ist Deutschland so unbeliebt wie beim ESC in Stockholm: Einige tausend Kilometer weiter östlich in Kasachstan nehmen die freundlichen Kontakte auf wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und kultureller Basis weiter zu. Während des von den Vereinten Nationen und der UNESCO unterstützten „3. Asian-European Business Innovation Congress“ kamen in den vergangenen Wochen über 300 internationale Teilnehmer, viele davon aus Deutschland, in Almaty zusammen. Das Ziel: Investitionen nach Zentralasien bringen, Innovationen schaffen, Arbeitsplätze aufbauen und den wachsenden Absatzmarkt erschließen.

 

 
Kauderwelsch – Poesie und Performance von Deutschlernenden
Chancen
  Robin Roth   
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Die Eröffnung des INFOLAB@ mit Ehrengästen. | Foto: Goethe-Institut
In einem zweitägigen Workshop in Astana konnten kasachstanische und kirgisische Deutschlernende eigene Gedichte schreiben und diese zu einer gemeinsamen Lyrik-Performance verarbeiten. Diese wurde im Rahmen der Eröffnungsfeier im InfoLab@ des Goethe-Instituts der Öffentlichkeit vorgeführt.

 

 
Herausforderung „Deutsches Sprachdiplom 2“
Chancen
  Alissa Tschikmakowa   
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In diesem Jahr wurden 48 Deutsche Sprachdiplome der Stufe 2 an 6 Schulen Kasachstans überreicht. Es ist kein einfacher Weg, den die Schüler und Lehrer auf sich nehmen, um die in Deutschland anerkannte Hochschulreife in Kasachstan zu erreichen.

 

 
Meine Geschichte: Sie wurden sofort erschossen und einfach liegen gelassen
Russlanddeutsche
  Maria Gliem   
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Maria Gliem mit ihrem Opa, ihrer Tante Agnes und Schwester Susi vor der Flucht | Quelle: Maria GliemMaria Gliem aus Frauenwaldau, dem heutigen Bukowice, hat einen Teil ihrer Kindheit als Vertriebene verbracht. Ihre Flucht führte sie nach Hessen, wo vor 70 Jahren die ersten Heimatvertriebenen ankamen. In ihrer heutigen Heimat trägt Gliem dazu bei, dass ihre Erinnerungen an die Zeit in Polen und die Flucht nicht in Vergessenheit geraten. Aus diesem Grund hat sie ihre Geschichte aufgeschrieben. Die DAZ veröffentlicht mit ihrer Erlaubnis Auszüge aus der Niederschrift.

 

 
Planspiele und Simulationen: Deutsche Minderheit lernt politische Verantwortung
Deutschland
  Swetlana Schubina   
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Teilnehmer der Weiterbildung. | Quelle: Autorin
Ende Mai fand in München Multiplikatorenschulung Planspiel „KuK hin – KuK her“ statt. Ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) und die CIVIC – Institut für internationale Bildung initiierten das internationale Treffen. Der Kurs sollte die Teilnehmer darin ausbilden, Planspiele als Methode der politischen Bildung eigenständig durchzuführen.

 

 
1,5 Tonnen Müll in den Bergen
Kasachstan
      
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Zum ersten Mal hat in Almaty die größte Müllsammelaktion Kasachstans stattgefunden. Mehr als 700 Menschen nahmen am Montag an dem Projekt „Die Jagd nach dem Müll“ teil. Gesammelt wurde in dem bei den Menschen aus Almaty beliebten Naherholungsgebiet Alma-Arasan. Nach zwei Stunden Jagd kamen 1480 Kilogramm Müll zusammen. Das Projekt „Die Jagd auf den Müll“ ist eine Umweltaktion zur Reinigung der Vorgebirge rund um Almaty und dauert von April bis November 2016. Mit der Aktion wollen die Organisatoren – der Wohltätigkeitsfonds „Bauyrschan“, die Stadt Almaty, der Nationalpark Ile-Alatau und Tele2 Kasachstan – das Umweltbewusstsein von Urlaubenden aus Almaty steigern. Laut Angaben der für den Naturschutz zuständigen Experten des Parks, stammt 90 Prozent des Mülls von kasachstanischen Touristen. Allein pro Woche kommen mehr als 30 Tonnen Abfall zusammen. Jedes Jahr kommen im Durchschnitt mehr als 200.000 Urlauber in die Berge rund um Almaty. OG
 
Nutzen und Gefahr
DAZ-JUBILÄUM
      
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Die Sonne ist gefährlich nicht nur am Höhepunkt der Badesaison, sondern auch zu ihrem Beginn. Wie kann man Sonnenbrand vermeiden? Die Mitarbeiter des Kuibyschew-Sanatoriums in Jalta entwickelten gemeinsam mit den Mitarbeitetn des Setschenow-Instituts einen Apparat, der die Dauer des Sonnen-, Luft– und Meerbades individuell festlegt. Für die Bestimmung der Dauer des Strandaufenthaltes muß man in den Apparat folgende Angaben einführen: „Wie lange sind Sie schon am Kurort? In welche Gesundheitskategorie sind Sie vom Arzt eingestuft worden?“ Abhängig von der Wetterlage ändert der Apparat jeden Tag das Strandprogramm.
FREUNDSCHAFT Nr. 108 / 3.6.1966
 
Gründung der „Freundschaft“
DAZ-JUBILÄUM
  Ida Bender   
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Die ersten Mitarbeiter der „Freundschaft“, Zelinograd, 1965. Der Fotograf David Neuwirt (r.) hat vergessen, den Film weiterzudrehen.  Das Bild ist im Dezember 1966 entstanden und wurde viel später am Computer bearbeitet. | Foto: David Neuwirt
Ida Bender, 1922 geborene Hollmann, arbeitete von 1966 bis 1973 in der Redaktion der Freundschaft und zog danach mit ihrer Familie an die Wolga. Herold Belger rezensierte ihr Buch 2011 in der DAZ. Seit 1991 lebt sie in Hamburg, wo sie wissenschaftlich und schriftstellerisch ebenso sehr aktiv war. Bender verstarb im Jahr 2012 aber ihre Beiträge in Zeitungen sowie ihre Veröffentlichungen in Sammelbänden und in der Literatur leben weiter. In ihrem Buch „Schön ist die Jugend... bei frohen Zeiten“ („Прекрасна юности пора, прекрасна … в добры времена“) schrieb sie die Odyssee mehrerer Generationen Russlanddeutscher nieder. Mit der Erlaubnis ihres Sohnes Rudolf Bender veröffentlicht die DAZ einen Ausschnitt des Buchs.

 

 
Wer Berlin kennt, muss Almaty nicht fürchten
Kasachstan
  Elke Kögler   
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Eine Restwartezeiten anzeigende Ampel in Almaty. | Foto: Elke Kögler
Straßenreinigung in Kasachstan ist unkompliziert und geht zügig vonstatten. Während Kehrmaschinen in Deutschland nach streng festgelegtem Putzplan ihre Runden ziehen und Nachbarschaftsbeziehungen arg strapaziert werden, weil Zeitgenossen ihre Autos nicht pünktlich von der Straße räumen, hält sich das Spannungspotenzial in Kasachstan vergleichsweise in Grenzen.

 

 
DAZ-Korrespondenten-Werkstatt
Über uns
      
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Mein Leben in Deutschland
Russlanddeutsche
      
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„Mein Leben in Deutschland“
Haben Sie einen Lieblingsort in Deutschland oder Kasachstan, mit dem Sie bestimmte Erinnerungen verbinden oder wo Sie sich gerne aufhalten und bestimmten Aktivitäten nachgehen? Erzählen Sie uns ihre Geschichte!

 

 

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