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| Donnerstag, 15. Juli 2010 | |
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Click statistic (5693) Die Beiträge wurden von den Autoren im Rahmen einer Schreibwerkstatt während der Sommerschule der Sprachlernzentren Kasachstans und Kirgisistans sowie des Goethe-Instituts Almaty verfasst.
Ratschläge für ahnungslose Europäer Dass es kulturelle Unterschiede zwischen Kasachstan und Deutschland gibt, steht außer Frage. Wie man allerdings die interkulturellen Fettnäpfchen vermeiden kann, ist dann schon schwieriger. Berücksichtigt man jedoch ein paar grundlegende Tipps, sollten größere Katastrophen ausbleiben. Von Aigerim Schanchan und Igor Kristian Nagel
In Kasachstan begrüßt man sich anders als man das vielleicht in Deutschland gewöhnt ist. Wenn man Männern und Frauen begegnet, dann begrüßt man den Mann mit Handschlag und sagt der Frau „Guten Tag“ oder „Hallo“, ohne ihr die Hand zu reichen. Dabei muss die Frau nicht beleidigt sein oder sich benachteiligt fühlen, sondern sie sollte daran denken, dass es eine ganz normale, landestypische Begrüßungsform ist. Zusammen gegessen, zusammen gezahlt Gehen Sie mit Kollegen in Kasachstan essen, sollten Sie sich nicht wundern, wenn die Kellnerin Ihnen eine gemeinsame Rechnung bringt, ohne zu fragen: „Zusammen oder getrennt?“. Das ist so üblich in Kasachstan. Es ist ganz normal, dass jeder selbst ausrechnet, wieviel er zu zahlen hat und dann das Geld auf den Tisch legt. Am Ende sollte die Summe dann aber stimmen. Geschnäuzt wird besser unauffällig
Sollten Sie während Ihres Aufenthalts in Kasachstan einen Schnupfen bekommen und müssen sich schnäuzen, tun Sie das lieber nicht vor aller Augen. Ansonsten werden sie missbilligend angestarrt. Wenn Sie nicht als sehr unhöflich erscheinen möchten, dann putzen Sie sich die Nase so, dass die anderen es nicht sehen. Jugend Wie oft hört man die Alten schnaufen: „Ach diese Jugend!“ Das ist in allen Ländern dieser Erde gleich, dennoch gibt es feine Unterschiede zwischen den Jugendlichen – zum Beispiel zwischen denen in Deutschland und in Kasachstan. Von Dascha Lopatina und Eugenia Jelilowa
Welche Assoziationen habt Ihr, wenn Ihr das Wort „Jugend“ hört? Vielleicht Uni, Liebe, Parties, Alkohol und vieles andere mehr? Die Meisten werden ähnliche Assoziationen mit dem Begriff Jugend haben, unabhängig von dem Land, in dem man lebt. Aber dennoch wird es feine Unterschiede geben. Wenn man zum Beispiel die deutsche und die kasachstanische Jugend vergleicht, kann man viel Interessantes bemerken. Zeit, erwachsen zu werden Noch ein Unterschied ist die sexuelle Erziehung. In Kasachstan gibt es so etwas überhaupt nicht, während es in Deutschland durchaus üblich ist. Man kann auch sagen, dass die Jugendlichen Kasachstans im Alter von 18 bis 28 Jahren reifer sind als die Deutschen im selben Alter. In erster Linie hängt das mit der Ausbildung zusammen. In Kasachstan absolviert man die Universität mit 22 Jahren, während man in Deutschland die Uni viel später abschließt. Manche Studenten fangen ihre Ausbildung sogar erst in diesem Alter an. Jugend bleibt doch Jugend Dasselbe kann man auch über die Familiengründung sagen. Wenn man beispielsweise in Kasachstan mit 25 Jahren noch nicht verheiratet ist, ist das in Kasachstan ein Anlass zur Überraschung, während man in Deutschland in diesem Alter noch als „Kind“ gilt. Trotz all dieser Unterschiede hat die Jugend der verschiedenen Länder doch immer etwas gemeinsam, denn Jugend bleibt doch Jugend. Das Streben der Deutschen und Kasachstaner Großstadt oder Waldidyll, schnelle Autos oder zurück zur Natur - die Deutschen und die Kasachstaner haben ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, was ein glückliches Leben ausmacht. Von Alexej Sosnowski und Ljubow Rjabkowa
In der Zeit der Globalisierung streben Kasachstaner nach Industrialisierung und Wohlstand. Sie denken, dass neue Gebäude, neue Autos, die Hektik der Stadt und eine gute Ausstattung ihrer Wohnung sehr wichtige Bestandteile eines glücklichen Lebens sind. Das Leben in einer großen Stadt ist der Traum eines jeden Kasachstaners. Sie suchen ihr Glück in materiellen Werten. |