| Von Achterknoten und Waldchampignons | | Drucken | |
|   von Antje Pfeifer | |
| Freitag, 6. August 2010 | |
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/Bild: Rasima Akhmadjewa . 'Gletscher besteigen, reißende Flüsse überqueren und auf Schneelawinen klettern: das Ökolager Tau-bulak hielt ungeahnte Abenteuer bereit.'/ In der atemberaubenden Korinsskoje-Schlucht im dsungarischen Alatau befindet sich das Camp „Tau-bulak“. In dieser beeindruckenden Kulisse von schroffen Steinwänden, einem reißenden Gebirgsfluss, grünen Berghängen, abgerutschten Lawinen und malerischen Wasserfällen fand Ende Juli das Internationale Ökologische Jugendlager „Tau-bulak 2010“ statt. Im Vordergrund dieser außergewöhnlichen Sommerschule standen die Themen Ökologie und Tourismus. Die Teilnehmer sollten lernen, wie man ein guter Öko-Tourist ist, aber auch erstes Wissen erlangen, um nach weiteren Kursen selbst Ökotourismus-Touren führen zu können. Neben den Theoriestunden im Zelt, waren es vor allem die praktische Anwendung des Neuerlernten, was die 41 Teilnehmer aus Russland, Kirgisistan und Kasachstan herausforderte. Ökologie und Tourismus live
Veranstalter des Ökolagers „Tau-bulak 2010“ war die Assoziation der gesellschaftlichen Vereinigungen der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ in Taldykorgan. Das ökologische Sommerlager fand im Rahmen des Jahres „Deutschland in Kasachstan 2010“ statt und wurde vom Bundesinnenministerium über die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) finanziell unterstützt. Schokolade hat mehr Kalorien als Zucker
Die wissenschaftliche Leiterin des Lagers Alexandra Litwinowa, die eigentlich Dozentin für Biologie und Geographie ist, hat einen zweiten Abschluss als Tourismuscoach. In dieser Funktion war sie auch im Camp „Tau-bulak“ tätig. Sie hat den Teilnehmern Grundwissen der Topographie, Geographie und Kartographie vermittelt und beigebracht, wie man in der Natur lebt und überlebt. Dabei wurde dieses Wissen teils im Lager theoretisch besprochen. Einen ebenso wichtigen Teil macht jedoch die Praxis und Übung in der Natur aus. Außergewöhnliche Herausforderungen
Für die fünftägige Exkursion in die Berge wurden die Teilnehmer aufgeteilt. Den für alle widrigen Bedingungen ausgestatteten Teilnehmern wurde es freigestellt, sich der einen Gruppe anzuschließen, die während der Exkursion einen Gletscher bestiegen oder mit dem anderen Teil der Gruppe in einem anderen Camp in den Bergen zu bleiben, von wo aus diese mehrer Ausflüge und Erkundungstouren zum nahegelegenen Schluchten und Seen veranstalten wurde. Nikolaj Doroshchuk, Student aus Aktöbe, der mit der zweiten Gruppe unterwegs war, zeigt sich beeindruckt von den Bergen: „Aktöbe liegt im Nirgendwo, ich bin bisher nur Steppe gewöhnt. Die Berge hier sind so imposant, die Natur so unglaublich.“ Erste Qualifikation als Öko-Guide
Mit der Teilnahme am Ökolager ist diesbezüglich schon der erste Schritt in die richtige Richtung gemacht, denn am Ende mussten sich die Teilnehmer einer Prüfung über das erlernte Theorie- und Praxiswissen unterziehen. Mit der bestandene Prüfung haben die Teilnehmer nicht nur ein Zertifikat erhalten, sondern gleichzeitig auch die erste Qualifikation erlangt, um später einmal selbst als Ökotourismus-Guide zu arbeiten. Eine Möglichkeit die Nikolaj Doroshchuk, wie er selbst sagt, später gern wahrnehmen möchte. |