| „Hallo“ und „Inschalah“ – ein Leben zwischen den Kulturen | | Drucken | |
|   von Yuriy Hegay | |
| Freitag, 13. August 2010 | |
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/Bild: privat. 'Multinationalität – es ist kaum zu sagen wer Usbeke, Tadschike, Ukrainer oder Koreaner ist. '/ Hat man die Heimat erst einmal verlassen, sucht man Asyl in einem fremden Land, um sich dort ein besseres Leben aufbauen zu können. Die Menschen fliehen in ein fremdes Land, manchmal sogar illegal. Es ist vergleichbar mit der Situation, wenn man eine Straße überqueren will: oft kann man nicht wissen, ob man es schafft oder nicht. So ist es auch bei der illegalen Migration. Jedoch haben manche Menschen den Punkt in ihrem Leben erreicht, an dem sie keine Angst mehr haben, etwas zu verlieren, nur um der gegenwärtigen Misere zu entgehen. Der Mensch ist auf Stabilität bedacht und er will diese um jeden Preis erreichen. Migration ist dann manchmal der einzige Ausweg. Das schwarze Schaf
Um gutes Geld verdienen zu können, ist der Mensch bereit sein Leben völlig zu verändern und sich einer fremden Kultur anzupassen. Migration führt aber zu Identitätsproblemen. Es gibt immer wieder ungeschriebene Gesetze, die man in keinen Büchern findet. Zum Beispiel verschiedene Sitten und Bräuche, die von Generation zu Generation weitergetragen worden sind. Man fühlt sich in dem fremden Land oft als „schwarzes Schaf“, weil man eine andere Sprache spricht, eine andere Kultur oder gar eine andere Hautfarbe hat. Zwischen Rap und Ramadan
Nehmen wir als Beispiel die Türken in Deutschland. Sie sind Muslime, aber manche von ihnen sind schon vollständig integriert. Sie besuchen Diskos, gehen auf Parties bis tief in die Nacht, sie mögen Hip-Hop, leben so zu sagen zwischen Rap und Ramadan. Sie sitzen gleichzeitig auf zwei Stühlen. Den einen haben sie aus der Türkei mitgebracht. Und das ist schon eine andere Qualität, ein ganz anderes Denken, eine ganz andere Weltanschauung, ein ganz anderes Lebensprinzip. Es ist sehr spannend zu sehen wie man „Hallo“ zum Freund Hasan sagt und „Inschalah“ zu Olaf. |